Wie kryptoboersen.net Krypto-Prognosen erstellt

Was ist eine Krypto-Prognose auf kryptoboersen.net?

Eine Krypto-Prognose ist bei uns kein Kursziel für einen bestimmten Tag. Sie ist eine Einschätzung, wie sich ein Markt unter unterschiedlichen Bedingungen wahrscheinlich verhält. Wir arbeiten deshalb mit Szenarien statt mit einer einzigen Zahl. Eine solche Zahl verspricht Gewissheit, die es angesichts der Volatilität am Kryptomarkt nie geben kann.

Nach welchen Kriterien erstellen wir unsere Krypto-Prognosen?

Jede Prognose entsteht aus vier Datenquellen, die wir getrennt auswerten und erst am Ende zu einem Gesamtbild zusammenführen:

Vier Kriterien für jede Krypto-Prognose: Marktanalyse, Sentimentanalyse, On-Chain-Daten, News-Signale
  • Marktanalyse: Wir beobachten das aktuelle Marktregime. Befindet sich ein Coin in einer Trend-, Seitwärts- oder Korrekturphase? Volatilität und Momentum zeigen zusätzlich, wie stark eine Bewegung ist.
  • Sentimentanalyse: Der Fear-and-Greed-Index fasst Stimmungsdaten aus Handelsvolumen, Social-Media-Aktivität und Google-Suchtrends zusammen. Er zeigt, ob der Markt eher von Angst oder von Euphorie getrieben wird.
  • On-Chain-Daten: Kennzahlen wie Orderbuchtiefe, Derivate-Signale und die Zahl aktiver Adressen zeigen, wie tragfähig eine Bewegung tatsächlich ist.
  • News-Signale: Regulatorische Ankündigungen, große Partnerschaften oder Sicherheitsvorfälle können kurzfristig stärker wirken als jedes Modell. Deshalb fließen sie als eigener Faktor ein.

Welche externen Faktoren unsere Prognosen zusätzlich beeinflussen

Neben unserer eigenen Analyse gibt es Kräfte von außen, die eine Prognose auch dann verändern können, wenn sich an den zugrunde liegenden Daten nichts geändert hat:

  • Regulierung: Neue Vorgaben, etwa im Rahmen von MiCA, können den Zugang zu einzelnen Börsen oder Coins für deutsche Nutzer kurzfristig einschränken.
  • Adoption: Setzen Unternehmen oder institutionelle Investoren einen Coin neu ein oder stoßen ihn ab, verschieben sich Angebot und Nachfrage oft schneller, als es rein technische Indikatoren anzeigen.
  • Angebot und Nachfrage: Token-Freischaltungen, Halvings oder große Wallet-Bewegungen wirken unabhängig vom allgemeinen Marktsentiment.
  • Marktstimmung außerhalb des Kryptomarktes: Zinsentscheidungen und die allgemeine Risikobereitschaft an den Finanzmärkten schwappen regelmäßig auf Kryptowerte über.

Warum wir auf Szenarien statt auf eine einzige Zahl setzen

Viele Prognoseseiten veröffentlichen feste Kursspannen für mehrere Jahre im Voraus und wirken dadurch präziser, als die zugrunde liegenden Daten es hergeben. Wir gehen bewusst den anderen Weg.

  • Einzelwert-Prognose: Eine feste Zahl für einen bestimmten Zeitpunkt, unabhängig davon, wie sich Marktregime, Sentiment oder Regulierung bis dahin verändern.
  • Szenario-Prognose: Eine Bandbreite, die zeigt, wie sich der Kurs unter mehreren plausiblen Entwicklungen bewegen könnte, verbunden mit den Bedingungen, unter denen welches Szenario wahrscheinlicher wird.

Eine Bandbreite ist weniger eingängig als eine einzelne Zahl, bildet die tatsächliche Unsicherheit an den Kryptomärkten aber deutlich ehrlicher ab.

Ein Beispiel, wie unsere Kriterien zu einem Szenario werden

Nehmen wir ein rein illustratives Beispiel, das keine aktuelle Marktaussage darstellt: Befindet sich ein Coin laut Marktanalyse in einer Seitwärtsphase bei niedriger Volatilität, zeigt der Fear-and-Greed-Index gleichzeitig eine neutrale bis leicht ängstliche Stimmung, und bleiben On-Chain-Kennzahlen wie Orderbuchtiefe stabil, ergibt sich daraus ein Basisszenario mit moderater Schwankungsbreite. Kommt anschließend ein News-Signal hinzu, etwa eine positive regulatorische Entscheidung, verschiebt sich die Wahrscheinlichkeit in Richtung des optimistischeren Szenarios, ohne dass sich die übrigen drei Kriterien verändert haben müssen. Genau diese Verknüpfung mehrerer Datenquellen, nicht eine einzelne davon, entscheidet darüber, welches Szenario wir als wahrscheinlicher einstufen.

Illustratives Beispiel: Marktanalyse, Sentimentanalyse und On-Chain-Daten kombiniert mit einem News-Signal ergeben ein Szenario

Häufige Fragen zu unseren Krypto-Prognosen

Wie oft aktualisieren wir unsere Prognosen?

Das hängt vom Zeithorizont ab. Kurzfristige Szenarien passen wir an, sobald sich eines unserer vier Kriterien spürbar verändert, etwa durch ein neues News-Signal. Längerfristige Szenarien überprüfen wir in größeren, aber regelmäßigen Abständen, da sie stärker auf Fundamentalanalyse als auf tagesaktuelle Bewegungen aufbauen.

Sind eure Prognosen eine Anlageberatung?

Nein. Unsere Inhalte sind keine individuelle Kauf- oder Verkaufsempfehlung und berücksichtigen weder Ihre persönliche finanzielle Situation noch Ihre Risikobereitschaft. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem erheblichen Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust verbunden, jede Anlageentscheidung sollten Nutzerinnen und Nutzer daher eigenständig treffen.

Warum nennt ihr keine festen Kursziele?

Weil feste Kursziele eine Genauigkeit vortäuschen, die es am Kryptomarkt nicht gibt. Kurse können sich innerhalb weniger Stunden stark verschieben, einzelne Ereignisse wie Regulierungsentscheidungen oder Börsenausfälle lassen sich nicht einpreisen, und ein Markt, der teils von wenigen großen Haltern und Social-Media-Trends getrieben wird, lässt sich nicht auf eine einzelne Zahl reduzieren. Eine Bandbreite mit klar benannten Bedingungen ist ehrlicher und für Leserinnen und Leser am Ende nützlicher.

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