Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 | Direktvergleich, alle Zahlen primaerquellen-geprueft
Schnellübersicht: Kraken vs Coinbase
Testsieger: Kraken überzeugt vor allem bei Gebühren, Coin-Auswahl und Profi-Funktionen. Coinbase bleibt die einfachere Wahl für absolute Einsteiger.
| Kriterium | Kraken | Coinbase | Gewinner |
|---|---|---|---|
| Gebühren Pro-Modus | 0,40% / 0,80% (Einstieg), sinkend bis 0,00% / 0,05% | laut Quellen 0,40-0,60% oder 0,60-1,20% (Einstieg), Coinbase veröffentlicht keine Volltabelle | Kraken |
| Gebühren Sofortkauf (Nominalgebühr) | 1% Instant-Trade, 1,5% individuelle Order | ca. 1,49% + Spread (meist 0,5-1%) | Kraken |
| Gesamtkosten Sofortkauf (inkl. Spread, Testkauf) | ca. 2,70% (1,00% Gebühr + 1,70% Spread im Test) | ca. 2,49% (1,49% Gebühr + 1,00% Spread im Test) | Coinbase |
| Handelbare Assets | 638 Kryptowährungen | mehrere hundert (keine verlässliche Einzelzahl auffindbar) | Kraken |
| EU-Regulierung | MiCA-CASP über Irland (seit 25.06.2025), keine eigene BaFin-Lizenz | MiCA-CASP über Luxemburg (CSSF), zusätzlich eigene BaFin-Lizenz seit 2021 | Beide |
| Trustpilot | 3,2/5 (9.157 Bewertungen) | 4,0/5 (23.234 Bewertungen) | Coinbase |
| App Store (DE) | 4,5/5 (3.286 Bewertungen) | 4,4/5 (43.951 Bewertungen) | Kraken |
| Staking | 27 Assets, bis zu 21% p.a. (brutto) | verfügbar, Coin-Liste für Deutschland nicht einheitlich dokumentiert | Kraken |
| Margin/Futures | Margin bis 20x, Futures bis 100x | eingeschränkt, Spot-Margin seit 2020 eingestellt | Kraken |
| Best for | aktive Trader, günstige Gebühren, große Coin-Auswahl | Einsteiger, bekannte Marke, einfache Bedienung | - |
Stand der Zahlen: Oktober 2026, direkt bei Kraken, Trustpilot und im deutschen App Store geprüft. Coinbase-eigene Gebührenseite war zum Prüfzeitpunkt nicht abrufbar, daher Angaben zu Coinbase Advanced als Bandbreite aus mehreren unabhängigen deutschen Quellen.
Kraken vs Coinbase: Gebühren im Vergleich
Kraken Pro startet bei 0,40% Maker / 0,80% Taker und sinkt mit steigendem 30-Tage-Handelsvolumen über 17 Stufen bis auf 0,00% / 0,05%. Coinbase Advanced beginnt je nach Quelle bei 0,40-0,60% oder 0,60-1,20%, da Coinbase keine vollständige offizielle Gebührentabelle veröffentlicht.
Kraken-Gebühren im Detail
| Stufe | Maker | Taker |
|---|---|---|
| Stufe 1 (Einstieg) | 0,40% | 0,80% |
| Stufe 6 | 0,12% | 0,25% |
| Stufe 12 | 0,00% | 0,10% |
| Pro 5 (höchstes Volumen) | 0,00% | 0,05% |
Für den einfachen Kauf über die Kraken-App fällt eine Pauschalgebühr von 1% bei Instant- und wiederkehrenden Trades an (1,5% bei individuellen Orders), zuzüglich Spread. Das Abo Kraken+ (4,99 USD/Monat) erlässt die Handelsgebühr auf EUR-, USD-, GBP-, CAD-, AUD- und CHF-Trades bis 10.000 USD Monatsvolumen. Die vollständige Staffel steht auf der offiziellen Kraken-Gebührenseite.
Coinbase-Gebühren im Detail
Beim Sofortkauf über die Standard-Oberfläche berechnet Coinbase laut mehreren unabhängigen deutschen Quellen rund 1,49% Handelsgebühr zuzüglich eines Spreads von etwa 0,5 bis 1%, in Summe häufig um 2,49%. Über Coinbase Advanced (Orderbuch-Modus) entfällt der Spread, der Einstiegswert wird je nach Quelle mit 0,40%/0,60% oder 0,60%/1,20% Maker/Taker angegeben. Coinbase selbst veröffentlicht keine einheitliche, vollständige Tabelle, weshalb hier bewusst eine Bandbreite statt einer einzigen Zahl genannt wird.
Wichtige Nuance beim Sofortkauf: Kraken nennt mit 1% die niedrigere Nominalgebühr, veröffentlicht aber keinen festen Spread-Wert (er hängt von Markt, Asset und Ordergröße ab). In einem unabhängigen Testkauf von 500 Euro Bitcoin per Sofortkauf lag der tatsächliche Gesamtpreis bei Kraken inklusive Spread bei rund 2,70% (1,00% Gebühr plus 1,70% Spread im Test), bei Coinbase bei rund 2,49% (1,49% Gebühr plus 1,00% Spread im Test). Die niedrigere Nominalgebühr von Kraken führte in diesem konkreten Test also nicht automatisch zum günstigeren Gesamtpreis.
Fazit Gebühren: Bei der reinen Nominalgebühr und im Pro-/Advanced-Modus für aktive Trader mit hohem Volumen ist Kraken günstiger. Beim einfachen Sofortkauf mit Spread zeigt ein unabhängiger Testkauf jedoch ein knapp anderes Bild: Dort lag Coinbase (2,49%) leicht unter Kraken (2,70%). Wer nur gelegentlich klein kauft, sollte deshalb nicht blind auf die niedrigere Nominalgebühr vertrauen, sondern den tatsächlichen Preis vor dem Kauf prüfen.
Sicherheit und Regulierung: Wer ist vertrauenswürdiger?
Beide Börsen besitzen eine MiCA-CASP-Lizenz über ihre EU-Einheiten: Kraken über die irische Payward Europe Solutions Limited, zugelassen am 25. Juni 2025 durch die Central Bank of Ireland (Quelle). Coinbase ist zusätzlich über seine luxemburgische Einheit bei der CSSF MiCA-lizenziert. Kraken hat keine eigene deutsche BaFin-Lizenz. Coinbase dagegen hält über die Coinbase Germany GmbH seit 2021 eine eigene BaFin-Lizenz für das Kryptoverwahrgeschäft, zusätzlich zur neuen EU-weiten MiCA-Zulassung; ob diese ältere deutsche Lizenz nach der MiCA-Umstellung parallel fortbesteht, ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig zu klären. Beide Börsen sind ursprünglich US-amerikanische Unternehmen (Payward Inc. bei Kraken, Coinbase Global Inc. bei Coinbase) und bedienen den deutschen Markt über ihre jeweilige EU-Einheit.
- Kraken: veröffentlicht nach eigenen Angaben seit 2014 Proof of Reserves, nach eigenen Angaben kein kompromittiertes Custody-Wallet seit 2011, Zertifizierungen nach ISO/IEC 27001, SOC 2 Type 2 und PCI DSS
- Coinbase: börsennotiert an der NASDAQ, SOC-1- und SOC-2-Type-II-Zertifizierung für die Verwahrung, veröffentlicht keine eigenen Proof-of-Reserves-Nachweise
Nutzervertrauen in Bewertungsportalen:
| Plattform | Kraken | Coinbase |
|---|---|---|
| Trustpilot | 3,2/5 (9.157 Bewertungen) | 4,0/5 (23.234 Bewertungen) |
| App Store (Deutschland) | 4,5/5 (3.286 Bewertungen) | 4,4/5 (43.951 Bewertungen) |
Fazit Sicherheit: Beide Börsen sind EU-reguliert und gelten als etabliert. Coinbase schneidet bei Trustpilot klar besser ab, Kraken bei den App-Bewertungen in Deutschland knapp besser. Bei der technischen Transparenz (Proof of Reserves, Zertifizierungen) liegt Kraken nach eigenen Angaben leicht vorn.
Kraken: Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Niedrigere Nominalgebühr beim Sofortkauf und niedrigere Stufen im Pro-Modus bei hohem Volumen
- Deutlich größere Coin-Auswahl (638 handelbare Assets)
- MiCA-reguliert über Irland, Proof of Reserves nach eigenen Angaben seit 2014
- Margin- und Futures-Handel verfügbar
- 27 Staking-Assets mit bis zu 21% p.a. (brutto, vor Kommission)
Nachteile
- Niedrigere Trustpilot-Bewertung als Coinbase (3,2/5 vs. 4,0/5)
- Oberfläche wirkt für Einsteiger technischer als bei Coinbase
- Keine klassische Sparplan-Funktion
Best for: aktive Trader und Nutzer, die niedrige Gebühren und eine große Coin-Auswahl priorisieren
→ Zum ausführlichen Kraken Testbericht
Coinbase: Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Bekannteste Marke im Krypto-Markt, börsennotiert an der NASDAQ
- Höhere Trustpilot-Bewertung (4,0/5 bei 23.234 Bewertungen)
- Besonders einsteigerfreundliche Bedienung
- MiCA-reguliert über Luxemburg (CSSF), zusätzlich eigene deutsche BaFin-Lizenz seit 2021
Nachteile
- Deutlich höhere Gebühren im Standard-Modus (ca. 1,49% + Spread)
- Kleinere Coin-Auswahl als Kraken
- Veröffentlicht keine eigenen Proof-of-Reserves-Nachweise
Best for: Einsteiger, die eine bekannte Marke und eine einfache Bedienung einer niedrigeren Gebühr vorziehen
→ Zum ausführlichen Coinbase Testbericht
Für wen ist welche Börse besser?
Kraken ist besser für:
- Nutzer, die niedrige Gebühren priorisieren
- Trader, die eine große Coin-Auswahl und Margin/Futures brauchen
- Nutzer, die Wert auf Proof-of-Reserves-Transparenz legen
Coinbase ist besser für:
- Absolute Einsteiger, die eine besonders einfache Oberfläche suchen
- Nutzer, denen eine bekannte, börsennotierte Marke wichtiger ist als die niedrigste Gebühr
Häufige Fragen zu Kraken vs Coinbase
Sind Kraken und Coinbase in Deutschland sicher und legal nutzbar?
Ja. Beide Börsen besitzen eine MiCA-CASP-Lizenz über eine EU-Einheit (Kraken über Irland, Coinbase über Luxemburg) und dürfen deutsche Kunden über den EU-Pass bedienen. Coinbase hält über die Coinbase Germany GmbH zusätzlich seit 2021 eine eigene deutsche BaFin-Lizenz für die Kryptoverwahrung, Kraken hat keine eigene BaFin-Lizenz.
Welche Börse hat die niedrigeren Gebühren?
Bei der Nominalgebühr und im Pro-/Advanced-Modus für aktive Trader ist Kraken günstiger (1% Sofortkauf-Gebühr vs. rund 1,49% bei Coinbase; ab 0,40%/0,80% im Pro-Modus). Beim einfachen Sofortkauf inklusive Spread zeigte ein unabhängiger Testkauf jedoch einen leicht niedrigeren Gesamtpreis für Coinbase (2,49% vs. 2,70% bei Kraken), weil Kraken keinen festen Spread-Wert garantiert.
Gibt es Auszahlungslimits und Einzahlungsgebühren?
Beide Börsen setzen für verifizierte Konten Tageslimits, die je nach Verifizierungsstufe variieren. Konkrete, für Deutschland einheitlich geltende Zahlen veröffentlichen beide Anbieter nicht öffentlich und einheitlich, sie sind im jeweiligen Kundenkonto nach Login einsehbar. Bei den Einzahlungsgebühren ist es konkreter: Eine SEPA-Überweisung in Euro ist bei beiden Börsen kostenlos, bei Kraken laut eigener Support-Seite bei allen gelisteten SEPA-Anbietern. Kartenzahlungen und Instant-Zahlungen kosten bei beiden Börsen zusätzliche Gebühren.
Wie gut ist der Kundensupport bei Kraken und Coinbase?
Beide Börsen bieten 24/7 Live-Chat und E-Mail-Support an, Telefon-Support jeweils nur in ausgewählten Regionen. Laut Krakens eigenem Vergleich unterstützt der Kraken-Support mehr als 12 Sprachen gegenüber 5 bei Coinbase, diese Zahlen stammen allerdings von Kraken selbst und sind nicht unabhängig geprüft. Coinbase One Abonnenten (49,99 USD/Jahr) erhalten laut Coinbase priorisierten Support. Mehrere deutsche Tester (u. a. coinledger.io) bewerten den Kraken-Support als etwas reaktionsschneller, weisen aber auf vereinzelt langsame Antwortzeiten bei beiden Börsen hin.
Kann ich bei beiden Börsen staken?
Ja. Kraken bietet 27 Staking-Assets mit einer Headline von bis zu 21% p.a. (Bruttoschätzung vor Kommission, je Asset stark unterschiedlich); die Rendite reicht dabei von unter 1% bei Bitcoin bis zu niedrigen einstelligen Prozentwerten bei Ethereum und zweistelligen Werten bei kleineren Altcoins. Coinbase bietet Staking ebenfalls für deutsche Kunden an, eine einheitliche, aktuelle Coin-Liste mit APY für den deutschen Markt war zum Prüfzeitpunkt nicht auffindbar.
Fazit: Kraken oder Coinbase?
Unser Testsieger: Kraken
Warum Kraken gewinnt: Kraken ist für die meisten deutschen Nutzer die bessere Gesamtlösung. Die Kombination aus niedrigerer Nominalgebühr, günstigeren Pro-Stufen bei hohem Volumen, der größeren Coin-Auswahl und den zusätzlichen Profi-Funktionen (Margin, Futures, Staking) überzeugt besonders aktive Trader. Beim einfachen Sofortkauf kleiner Beträge lohnt sich trotzdem ein Preisvergleich vor dem Kauf, da ein unabhängiger Testkauf dort einen leicht niedrigeren Gesamtpreis für Coinbase zeigte.
Wann Coinbase besser ist: Wenn dir eine besonders einfache Bedienung und eine bekannte, börsennotierte Marke wichtiger sind als die niedrigste Gebühr, und du bereit bist, dafür beim Sofortkauf mehr zu zahlen, ist Coinbase die passendere Wahl.
Bottom Line: Beide Börsen sind EU-reguliert und etabliert. Die Wahl hängt von deinen Prioritäten ab:
- Niedrige Gebühren? → Kraken
- Große Coin-Auswahl? → Kraken
- Einfachste Bedienung für Einsteiger? → Coinbase
- Bekannteste, börsennotierte Marke? → Coinbase
Keine Anlageberatung. Beide Börsen sind EU-reguliert, aber Kryptowährungen bleiben hochvolatile Investments.
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